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© Hanna Kalwas
Mainfrankentheater Das Mainfrankentheater liegt zwischen der Oeggstraße und der Ludwigstraße an der Theaterstraße. Es wurde 1803 von Julius Graf Soden gegründet. Am 3. August 1804 eröffnete das Theater mit dem Schauspiel „Stille Wasser sind tief“ seine Pforten. Für die Premiere kamen wir also 200 Jahre zu spät. Am 16. März 1945 wurde das Theatergebäude, wie große Teile Würzburgs, bei einem großen Fliegerangriff durch englische Kampfbomber völlig zerstört. 1966 wurde der Neubau des Würzburger Stadttheaters am ehemaligen Würzburger Bahnhof, dem heutigen Standort, wieder eröffnet. Eine sehr gute Übersicht bietet die Seite des Mainfrankentheaters zur Geschichte und zu den Größen, die dort aufgetreten sind. http://www.theaterwuerzburg.de/start.php?cnt=5&sub=geschichte Um eine Aufführung im Theater zu besuchen, reichte der eine Abend, den wir hatten, leider nicht aus. Es gilt wieder, was ich schon einmal sagte: Man kann nicht alles haben. Bürgerspital Das Bürgerspital zum Heiligen Geist wurde zu Beginn des 14. Jahrhunderts von reichen Würzburger Bürgern als Krankenhaus und Altenheim gestiftet. Bis heute werden hier pflegebedürftige Personen aufgenommen und betreut. Es unterhält drei Seniorenwohnstifte und vier Seniorenheime für rund 800 Menschen, u. a. in der Theater- /Semmelstraße, der Sanderau und im Frauenland. Die Stiftung finanziert sich aus dem Betrieb der Liegenschaftsverwaltung, zur Liegenschaft  gehört unter anderem das Weingut Bürgerspital. Es gehört zu den größten deutschen Weingütern und betreibt in seinen historischen Mauern auch eine Weinstube, wo köstliche Frankenweine ausgeschenkt werden. Ich merke schon - mein Sohn hatte irgendwie Recht dereinst. Man kommt in Würzburg wirklich nicht um um die Alkoholika herum. Spital und Weingut gehen in Würzburg gut zusammen, weil seit altersher Wein als Stärkungsmittel gilt. Das Stift Haug Als wir weitergingen, sahen wir in der Ferne die laternenbekrönten hohen Doppeltürme und die riesige Kuppel des Stiftes Haug. Diese erste und größte Barockkirche der Stadt wurde gleich nach dem 30-jährigen Krieg von dem italienischen Baumeister Antonio Petrini wieder errichtet. Es war durch schwedische Soldaten abgerissen worden. Erstmalige Erwähnung findet das Stift aber bereits im Jahr 1002, als Bischof Heinrich das Stift von Kaiser Heinrich dem II als Zuwendung erhält. In den folgenden Jahrhunderten wurde das Stift immer wieder überfallen und bestohlen, da es außerhalb der schützenden Stadtmauern von Würzburg lag. In ihrem Inneren befindet sich heute mit der Kreuzigung von Jacopo Tintoretto das größte Leinwandbild Würzburgs. Die Internetseite vom Stift Haug bietet weitere Informationen und vor allem Bilder aus dem Inneren der Pfarrkirche. http://www.stift- haug.de/bwo/dcms/sites/bistum/pfarreien/homepages/pfr/wue_stift_haug/geschichte/index.html Juliuspromenade: Nur wenige Gehminuten entfernt - und wir waren wieder an der Juliuspromenade. Imposant erstreckt sich fast die halbe Länge der Juliuspromenade einnehmende Juliusspital, die nach der Universität zweite großzügige Stiftung des Fürstbischofs Julius Echter von Mespelbrunn. Mein Mann war allerdings langsam am Mosern, weil er fand, dass “Promenade” nach hin- und herlaufen klingt, und er, mit Blick auf sein Knie, nicht so viel Laufen wollte. Ich empfahl ihm daher das “Juliusspital” - aber irgendwie war er von dem Vorschlag nun auch nicht so angetan: Das Juliusspital  wurde 1576 ins Leben gerufen, um für Arme, Presshafte (ich wette, niemand weiß, was Presshafte sind, ich musste auch erst googeln) und Kranke eine Heimstatt zu bieten. Über 200 Jahre war diese Sozialeinrichtung das größte Krankenhaus im deutschen Reich. Noch heute betreibt die Stiftung Juliusspital ein Krankenhaus mit über 360 Betten, einer Paläativabteilung sowie ein Alten- und Pflegeheim. Mein Mann allersdings meinte, er sei nicht presshaft, er sei nur kniekrank. Und Überhaupt. Was “presshaft” denn eigentlich bedeuten würde? Auch ich kannte das Wort nicht und nahm mir vor, später daheim im Internet zu suchen. Woher die Presshaften dereinst, bevor es das Internet gab, allerdings herausbekommen haben, dass sie gemeint sind, blieb ungeklärt. Das Spital jedenfalls wurde mithilfe des enormen von Echter geschenkten Vermögens finanziert. Ein wichtiger Teil des Grundbesitzes sind  Weinberge. Das Juliusspital ist mit über 170 ha Rebfläche das zweitgrößte deutsche Weingut. Seine zahlreich preisgekrönten Weine können in der spitaleigenen Weinstube gekostet werden. Die Einnahmen kommen dem mildtätigen Zweck der Stiftung zu gute. Man lernt also: Erstens sind Weine gut für die Gesundheit - selbst mein Mann konnte danach fast ohne Krücken weiterlaufen - und zweitens: Mein Sohn hatte wirklich recht. Wenn jemand sagt, er wolle “ganz nüchtern über Würzburg erzählen” - dann ist das geflunkert. Das geht nicht. Vorbei geht es an "unserem" Hotel Strauss - und wir sind wieder am Main. Da es mitlerweile auch Mittag war, beschlossen wir im Alten Kranen am Main zu essen. Die Sonne schien und auf der Terasse des Restaurants konnte man es gut aushalten. Über das Lokal habe ich ja auf der ersten Seite schon etwas gesagt. Sehr zu empfehlen. Und nach der Mittagspause hatten wir auch wieder Lust weiterzugehen. Lage am Main Wie alle Städte in ähnlicher Lage wird Würzburg von seinem Fluss, dem Main, geprägt. Er hat in Würzburg genau die Hälfte seines Weges von der Quelle im Fichtelgebirge und seiner Mündung bei Mainz in den Rhein. Er wird überspannt von der Alten Steinbrücke. Schon 1133 war der Flussübergang durch den Dombaumeister Enzelin fertiggestellt worden. Durch ein Hochwasser im 14 Jahrhundert schwer beschädigt, wurde die alte Mainbrücke dann in spätgothischer Zeit 1500 erneuert. Bedeutendste Zutat in der Barockzeit sind die 12 monumentalen Statuen, die der Brücke ihre vielzitierte Ähnlichkeit mit der Prager Karlsbrücke geben. Kaiser Karl der Große,  König Pippin und zehn Heilige, darunter natürlich der würzburger Patron Kilian, schmücken diesen einmalig schönen Flussübergang. Allerdings muss man erwähnen, dass der eine oder andere Heilige hier langsam sein Gesicht verliert. Aber wenn man die Würzburger fragt, so sagen sie, dies habe in Würzburg Tradition und würde sich mitunter bis zu manch einem der Bürgermeister der letzten Jahrzehnte durchziehen.  Ludwigsbrücke Ein weiterer Flussübergang ist die Ludwigsbrücke. Sie wird im Volksmund nur die Löwenbrücke genannt, weil an beiden Brückenenden je zwei stattliche Steinlöwen die Brücke bewachen. Da die Gesichter der Löwen gut erhalten waren, beschäftigten wir uns nicht weiter damit, sondern streichelten nur einmal kurz die Mähnen. Hätten wir mehr Zeit gehabt, wären wir über den Main hinweg gegangen.  So haben wir es nicht getan und ich hoffe darauf, noch einmal nach Würzburg zurückzukommen.
Dieses Bild stammt aus Wikipedia zu den  entsprechenden Lizenzen. Der Eigentümer (Autor) ist Schlurcher.  Das Bild stammt vom 10. April 2009.  Permission is granted to copy, distribute and/or  modify this document under the terms of the  GNU Free Documentation License, Version 1.2  only as published by the Free Software Foundation;  with no Invariant Sections, no Front-Cover Texts,  and no Back-Cover Texts. A copy of the license is  included in the section entitled GNU Free  Documentation License. Ich habe leider kein Bild vom Theater geschossen. Deshalb hier ein Bild aus Wikipedia.
Blick auf die Marienfeste