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© Hanna Kalwas
Blick auf die Marienfeste
Dominikanerplatz
Am Dominikanerplatz befindet sich scheinbar unlogischer Weise rechts das Augustinerkloster. Bis zur Säkularisation 1803 nutzten nämlich Dominikanerpadres das Klostergebäude mit seiner von Balthasar Neumann modernisierten Kirche. 1813 allerdings zogen die Augustiner in einer Art Nacht- und Nebelaktion in das verwaiste Kloster ein, da man den armen Bettelmönchen keine öffentliche Unterstützung gewährt hatte und deshalb ihr eigenes bis dahin genutztes Gebäude verfiel. So kam es zur ersten Hausbesetzung. Da wir jetzt fast wieder an der Juliuspromenade waren, legten wir erst einmal eine Pause ein, gingen für einen Kaffee in unser Hotel. Nach einer kurzen Ruhepause zogen wir noch einmal los. Diesmal bummelten wir durch verschiedene Läden und kauften Kleinigkeiten, tranken unterwegs ein Glas Wein und kamen dann wieder an der Residenz vorbei. Diesmal gingen wir durch die Neubaustraße.
Neubaustraße - St. Stefan - Alte Universität
Von der Residenz aus gesehen am Anfang der Neubaustraße, am Peterplatz,  befindet sich die Kirche St. Peter und Paul mit ihrer Barockfassade von Josef Greising. Diese war die Pfarrkirche der ehemaligen Benediktinerabtei St. Stefan, deren Doppeltürme sich gleich dahinter befinden. St. Stefan dient heute als evangelische Dekanatskirche. Die Neubaustrasse ist nach der mächtigen, damals neu gebauten, heutigen "alten Universität" benannt. Die Würzburger Universität wurde 1402 das erste Mal ins Leben gerufen, und zählt damit zu den ältesten Hochschulen Deutschlands. 1582 wurde sie durch Fürstbischof  Julius Echter von  Mespelbrunn wiederbegründet. Der Turm der Neubaukirche, der früheren Kirche der Julius-Maximilians-Universität, wird heute  als Festsaal und Aula benutzt, wo z. B. die Studienabschlussfeiern stattfinden
Zur Würzburger Geschichte
Überblick über die Entstehungsgeschichte der Stadt Würzburg: Hervorgegangen aus keltischen Anfängen im ersten Jahrtausend vor Christus entwickelte sich hier ab dem 6. Jahrhundert nach Christus eine fränkische Siedlung. Sie wurde bald zum Hauptort für die ganze Gegend, die Ende des 7. Jahrhunderts durch den heiligen Kilian christianisiert wurde. 704 wurde der Name Würzburg erstmals urkundlich erwähnt. Seit 742 gibt es in der Stadt einen Bischof, der bald auch als Landesherr regierte. Eine erste Hochblüte erlebte Würzburg im 12. und 13. Jahrhundert, als die Könige und Kaiser aus dem Hause der Stauffer viele Reichstage in der Stadt abhielten. 1156 heiratete in Würzburg Kaiser Friedrich der erste Barbarossa Beatrix von Burgund. Wenig später machte er auch noch den Fürstbischof zum Herzog in Franken.
Die wohlhabend gewordenen Würzburger wären jetzt auch gerne Freie Reichsstadt geworden. Doch trotz vieler, auch kriegerischer Versuche, die bischöfliche Herrschaft abzuschütteln, gelang ihnen dieses nicht. Ein letztes vergebliches Unterfangen in diese Richtung fand im Bauernkrieg statt, als auch Tilmann Riemenschneider im Stadtrat saß und die Stadt gemeinsame Sache mit den Aufständigen machte. Ende des 16. Jahrhundert gründete Julius von Echter von Mespelbrunn das nach ihm benannte Krankenhaus und die bedeutende Universität. Nach den Verwüstungen durch den Schwedeneinfall unter König Gustaf Adolf  im 30-jährigen Krieg blühte die Stadt unter der Ägide der Schönbornbischöfe in neuem Glanz auf. Die Stadt blieb bis 1803 unter der Herrschaft der Fürstbischöfe. Für kurze Zeit Bayrisch kam dann Würzburg von 1806 bis 1814 an den von Napoleon aus Italien vertriebenen Großherzog von Toscana. 1814 ist dann Würzburg endgültig in das Königreich Bayern integriert worden, und wurde zum Sitz der Bezirksregierung von Unterfranken. Besonders die Universität erlebte seit dem 19. Jahrhundert einen bedeutenden  Aufschwung. Bis jetzt kommen 14 Nobelpreisträger aus Würzburg . Am Ende des 2. Weltkriegs wurde Würzburg, obwohl es hier keine kriegswichtigen Ziele gab, am 16. März 1945 fast völlig zerstört und musste unter großen Mühen neu aufgebaut werden. Es gibt bis heute fast keine Industrie hier. Würzburg ist eine Schul-, Universitäts- und Behördenstadt, deren wichtigstes wirtschaftliches Standbein der Handel, das Handwerk und vor allem auch der Weinbau sind. Mit der Universität, der Musikhochschule und der Fachhochschule sind fast 30.000 Studenten hier zu Hause, was bei 130.000 Einwohnern der Stadt einen jugendlichen Touch gibt. Die herrliche Lage, der köstliche Wein und die fränkische Küche tun ein übriges, um zu einer hohen Lebensqualität beizutragen.